Licht – Lebensgrundlage, Wellness, Therapie, Teil 4

Licht – Lebensgrundlage, Wellness, Therapie

Teil 4 – Lichttherapie der Moderne

Von der natürlichen Lichtquelle „Sonne“, über die Kohlenbogenlampe bis hin zur Biophotonenpflaster-Technologie

Wie in Teil 1 dieser Serie beschrieben, wussten bereits die Heilgelehrten der Antike um die heilende Wirkung und ein allgemeines Wohlgefühl des natürlichen Sonnenlichts. Ab etwa 1600, also 100 Jahre nach dem definierten Beginn der Neuzeit, brach auch die Wissenschaft auf hin zu neuen Ufern. Für nicht Astrologie-/ Astronomie-Kundige hier ein kleiner interessanter Querverweis: Wilhelm Herschel, der, wie in Teil 2 beschrieben, 1800 die Infrarot-Wärmebestrahlung entwickelte, hatte nur 18 Jahre zuvor, am 17. März 1781, den Planeten Uranus entdeckt, der als Synonym für Technologie und Wissenschaft steht.

Doch die Schwelle zur Moderne der Lichttherapie wurde von dem dänischen Arzt Prof. Finsen überschritten [siehe Teil 2], indem Licht eine gezielte therapeutische Bedeutung erhielt. Mit seinem selbst gebauten 20 Ampere-Lichtapparat, der sog. „Finsen-Lampe“ (eine Weiterentwicklung der Kohlenbogenlampe des Briten Humphry Davy) gelang es ihm, einen Ingenieur von seiner jahrelang bestehenden, sich jeglicher Behandlung gegenüber resistent gezeigten Hauttuberkulose (Lupus vulgaris oder Tuberculosis cutis) vollständig zu heilen.

 Kohlebogenlampen fanden in vielen Bereichen Verwendung.
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Ab 1919 gelang es dem Berliner Kinderarzt Huldenschinkski mit einer Quarzquecksilberlampe, der sog. Höhensonne, der Rachitis Einhalt zu gebieten [siehe Teil 2].

 

Nun war Fahrt in die Entwicklung medizintechnischer Geräte gekommen. Anfang der 1920er Jahre wurde durch Dinshah P. Ghadiali und seiner Farben-Chromotherapie der Grundstein für die heutige Farb- oder Farblichttherapie gelegt [siehe Teil 2].

Farben-Chromotherapie

Bei der Farben-Chromotherapie (12-Farben-Lichttherapie) nach Dinshah Ghadiali werden Farbfolien mit ganz bestimmten Wellenlängen vor einer Lichtquelle montiert. Weltweit wurden in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts 6000 Heilungen bei 300 Störungsbildern dokumentiert. Dieser weltweite Boom hielt bis zum zweiten Weltkrieg an. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Methode im Westen dann wiederentdeckt, vor allem auf Initiative von Darius Dinshah, dem Sohn von Ghadali Dinshah, der auch die Dinshah-Gesellschaft ins Leben rief.

Prinzip der Farben-Chromotherapie

Wir regieren nicht nur über die Haut oder die Augen auf die Lichtbotschaften der Farben. Mit seinen Photonen greift das Licht in jeder einzelnen Zelle unseres Körpers in die komplizierten biochemischen und energetischen Prozesse ein. So hat der Entdecker des Vitamin C, der Nobelpreisträger Albert Szent-Gyorgyi nachgewiesen, dass zum Beispiel Enzyme und Hormone unter Lichteinwirkung ihre Molekularstruktur verändern und ihre Eigenfarbe wechseln. Dadurch werden im Körper Prozesse ausgelöst, die bis zu 500 Mal effektiver sind als ohne Lichtanregung. Das bekannteste Beispiel ist Vitamin D, das nur durch ultraviolettes, bzw. Sonnenlicht entstehen kann. Benachbarte Zellen „nutzen“ Licht im ultravioletten von etwa 350 nm zum Beispiel dazu, Unstimmigkeiten in der DNS zu erkennen.

Je nach Wahl der Farbe und ihrer individuellen Frequenz ergeben sich dabei unterschiedliche Wirkungen der Farben.

Anwendungsgebiete

Farben-Chromotherapie kann bei den unterschiedlichsten Störungsbildern eingesetzt werden. Am wohl bekanntesten ist die Anwendung bei Depressionen, vor allem auch bei den saisonalen, der der sog. Winterdepression. Wenn die Tage dunkler werden, sinkt bei vielen Menschen die Stimmung, sie werden lustlos, fühlen sich müde, antriebslos – es fehlt das Sonnenlicht [siehe Teil 1]. Aber auch bei Gewichtsreduktion, zur Raucherentwöhnung, Stressreduktion Ängste (z. B. Flug- oder Prüfungsangst), Aggressionen, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne und Hautprobleme oder zur Schmerzbehandlung, um nur einige der ca. 300 behandelbaren Störungsbilder zu nennen.

Beispiele

Beispiel 1

Eine Patientin, die an einer dreifachen, schweren Virusinfektion (Epstein-Barr, CSF, Herpes) erkrankt war, einhergehend mit Störungen des Nerven- und Immunsystems, einer schweren Depression sowie Schlafstörungen: die gesamte Vitalität war zusammengebrochen. Eine eineinhalbjährige Behandlung war erfolglos geblieben. Schon nach nur vier Bestrahlungen war die Patientin wie verwandelt. „Die Patientin zeigt jetzt in allen Bereichen und in allem klinischen Werten eine sehr deutliche Verbesserung, die Viren sind inaktiv, und das Blutbild ist normal“, bestätigte seinerzeit Dr. Schleicher, ein international anerkannter Immunologe und Mitglied der „Akademie der Wissenschaften“.

Beispiel 2

Bereits in den 1920er und 1930er Jahren gab es spektakuläre Heilungen von Brandwunden. Dr. Kate W. Baldwin, Oberärztin am Frauenhospital von Philadelphia, gelang es mit Dinshah-Farbbestrahlungen, schwerste und großflächige Verbrennungen zu heilen – in vielen Fällen, bei denen die Schulmedizin nicht mehr helfen konnte. Später, nach dem 2. Weltkrieg untersuchten Ärzte in Frankreich, wie man die moderne Medizin, gerade bei Verbrennungen unterstützen kann.

Dies nur zwei Beispiele dafür, dass auch bei schwersten Krankheitsbildern Farben-Chromotherapie verhältnismäßig schnell sehr gute Heilerfolge erbracht hat; die Liste ließe sich mannigfach erweitern.

Vom Leuchtmittel zum Pflaster

Eine neue Ära auf dem Gebiet der Lichttherapie wurde in den 1990er Jahren durch den US-amerikanischen Forscher und Erfinder David Schmidt eingeleitet. Er wurde von der US-Navy beauftragt, ein Produkt zur natürlichen Steigerung von Energie und Ausdauer zu entwickeln, das aber keinen „Doping“-Effekt haben durfte. Vielmehr sollte es die Eigenschaft haben, die psycho-physische Kondition der Mitglieder der Navy zu verbessern, die ja oft wochenlang unter Wasser in einem U-Boot verbringen mussten, ohne frisches Wasser, ohne natürliches Sonnenlicht und ohne frische Lebensmittel.

Basierend auf der Biophotonen-Technologie Alexander Gurwitsch‘ in den 1920 Jahren und Prof. Fritz-Albert Popp‘s in den 1970er Jahren gelang es David Schmidt in dreijähriger Forschungsarbeit, ein Pflastersystem zu entwickeln, das sozusagen durch „drahtlose Kommunikation“ mit dem menschlichen Körper direkten Einfluss auf das Zellsystem nehmen konnte, um dies zu regenerieren, zu stabilisieren und damit wieder einen gesunden Normalzustand herzustellen. Das Wirkprinzip gleicht dem der Farben-Chromotherapie mit Leuchtmitteln, wobei die von David Schmidt entwickelte Pflastertechnologie wesentliche Vorteile in der Anwendung aufweist, da sie vom Patienten/Klienten nach Anleitung durch seinen Arzt/Heilpraktiker selbst aufgebracht werden kann und damit keine Fahrt in eine Praxis erforderlich wird.

Was ist in den Lichtpflastern enthalten und wie „funktionieren“ sie?

Die Pflaster enthalten keinen Wirkstoff im üblichen Sinne, d. h., sie wirken nicht transdermal, enthalten also keine Medikamente oder Stimulanzien, die über die Haut in den Körper einfließen. Ebenso sind keine Nadeln erforderlich.

Enthalten sind Aminosäuren (Bestandteil unserer DNA), Polycaccharide (z. B. Ribo-Zucker), destilliertes Wasser und stabilisierter Sauerstoff. Dadurch werden Lichtemissionen kreiert. Durch die optischen Eigenschaften dieser Lichtemissionen wird ein so genanntes organisches Gitter gebildet, welches viel zu tun hat mit den Gittern, die wir im Quantenfeld haben. Diese funktionieren dann wie molekulare Antennen, die wiederum mit dem Körper in Aktion treten. Das ist jedoch keine einseitige Aktion, sondern es ist immer eine Dualfunktion, also beide müssen aufeinander reagieren. Das sind Spiegeleffekte, vergleichbar mit Antennen, die wir von unseren Telefonen kennen oder auch Antennen, die für das Radio verwendet werden. Es werden nur Frequenz-spezifische Wellen aufgenommen und wieder zurückgesendet. Das ist wichtig, weil so keine Informationen in den Körper hineingelangen können, die nicht schon irgendwie vorhanden sind.

Die Wärme des Körpers in Form von Energiewellen, die aus dem Infrarotbereich kommen (kann mit Infrarotwärmekameras sehr gut sichtbar gemacht werden), produzieren ein pulsierendes magnetisches und elektromagnetisches Feld um den ganzen Körper. Dieses pulsierende Feld strömt vom Körper weg.

Für welche Beschwerden/Störungen können Lichtpflaster hilfreich eingesetzt werden?

Folgen der Wiederherstellung des Zellsystems in seinen natürlichen Zustand sind mehr Energie, besserer Schlaf, Schmerzlinderung, Appetitkontrolle und eine Verminderung der Auswirkungen des Alterungsprozesses [Näheres dazu siehe …].

Gibt es für verschiedene Störungsbilder auch verschiedene Pflastervarianten?

Ja. Gleich wie bei der Farben-Chromotherapie mit 12 Farbtafeln, die alle auf dem gleichen Prinzip beruhen, aber durch die Beschichtung unterschiedliche Sequenzen ausstrahlen und damit unterschiedlich auf das Zellsystem wirken, gibt es auch für die Pflastertechnologie verschiedene Varianten für den Menschen, aber auch eine speziell für Pferde. Alle haben die gleichen, oben genannten Inhaltsstoffe, allerdings jeweils in unterschiedlicher Zusammensetzung und Aufbereitung, die verständlicherweise ein Geheimnis der herstellenden Firma ist (die Pflaster sind weltweit patentiert und haben somit Alleinstellungsmerkmal).

Einige Beispiele

Beispiel 1

Die Grafik zeigt eine Infrarot-Bildgebung, die eine visuelle Darstellung der Wirkung eines der Pflastervarianten. Nach 10 min ist ein deutlicher Abfall der lokalen Temperatur zu beobachten, der einen Entzündungsabbau anzeigt.

Beispiel 2

Ich selbst hatte vor einem Jahr Zahnschmerzen, wie ich sie wohl noch nie in meinem Leben hatte. Ich habe dann außen auf der Wange mit der Pflaster-Schmerzvariante das Schmerzzentrum „umklebt“. Nach 10 min war der Schmerz nur noch in Intervallen da, nach einer Stunde konnte ich schmerzfrei ins Bett gehen und die ganze Nacht durchschlafen.

Beispiel 3

Eine etwa 50-jährige Frau hatte einen sog. Diabetesfuß. Am großen Zeh klaffte eine riesige Wunde, die bis zum Knochen offen war. Der Fuß sollte amputiert werden. Mit einer Kombination von verschiedenen Pflastervarianten wurde der Fuß um die offene Stelle vier Wochen (!) umklebt. Danach war der Defekt soweit zugeheilt, dass keine Amputation mehr erforderlich war und der Fuß mit einer Hautplantation gerettet werden konnte.

Auch hier sind dies nur einige wenige Beispiele. Ich setze die Pflaster vorwiegend zur Schlafverbesserung, zur Energiesteigerung z. B. bei Depressionen oder Antriebsmangel ein.

Schlussbemerkung

Diese Wanderung durch die „Licht-Zeiten der Menschheit“ hat gezeigt, dass Licht eine existenzielle Voraussetzung allen Lebens auf unserem blauen Planeten ist, von dem unser körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden entscheidend abhängt. Immer schon wurde Licht in den Heilungsprozess, die therapeutische Arbeit mit einbezogen – von den Medizingelehrten der Antike bis zu unserer Neuzeit. So wichtig unsere moderne Medizin auch sein mag, aber wir sollten dabei nie vergessen, dass wir mit einem „kostenfreien“ Selbstheilungssystem ausgestattet wurden, dessen wir uns „bedienen“ dürfen und auch sollten.

Also, bringen wir wieder mehr Licht in unsere Zellen – ob nun durch Sonnenlicht, durch ein Leuchtmittel oder durch moderne Pflastertechnologie – unser Körper und unsere Seele werden es uns danken.

-Ende der Serie-


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Beitragsbild Sonnenstrahlen: Fotolia 90609251 | © rangga173
Bild Kohlebogenlampe:Quelle: kinOptikum gaspoltshofen 2006 | Urheber: Franz Spitzer Datum: 2006-05-21