Finsternisse und die Mondknoten

 

Die Mondknoten sind schon seit der Frühzeit bekannt und ein wichtiges Element, da sie im Zusammenhang mit den Sonnen- und Mondfinsternissen stehen. Wenn Sonne und Mond bei Leer- oder Vollmond in der Nähe der Knotenlinie stehen (max. 9° bzw. 12° Abstand), dann entsteht eine Finsternis.

Die Bezeichnung Drachenkopf für den aufsteigenden und Drachenschwanz für den absteigenden Mondknoten entstammen dem mythischen Denken des Altertums. Das „Verschwinden“ der Sonne bzw. des Mondes wurde von den antiken Völkern als eine Störung der kosmischen Ordnung empfunden. Gleichzeitig war es für die Menschen, die eine Sonnen- oder Mondfinsternis erlebten, aber auch eine große geistige Erfahrung, in denen auch die Anfänge des astrologischen Denkens begründet liegen.

So war es bereits vor 4000 Jahren Menschen möglich, die Sonnwendpunkte sowie Sonnen- und Mondfinsternisse in der megalithischen Anlage von Stonehenge in Südengland auf Tag und Stunde genau im Voraus zu bestimmen. Diese Anlage war von den vorkeltischen Druiden erbaut worden, wobei das innere des Tempels als Kultstätte und das Äußere der Anlage zu astronomischen Beobachtungen genutzt worden war.

Die Erbauer dieser Anlage wussten sicherlich noch nichts von den Mondknoten, doch sie waren in der Lage, durch generationsübergreifende Beobachtungen am Osthorizont anhand der umherwandernden Aufgänge von Sonne und Mond zu berechnen, dass es nue eine Finsternis geben konnte, wenn der Mond in der Bahn der Sonne (Ekliptik) aufging. Auch die Unregelmäßigkeit der auftretenden Finsternisse war ihnen bereits bekannt, aber auch der Zyklus von 18,61 Jahren (Durchlauf des Mondknotens durch die Horoskopgrafik.